CAN-Bridges können CAN-Netzwerke unterschiedlicher Bitrate oder Protokolle miteinander verbinden. Sie basieren auf dem Store-(Modify)-Forward-Prinzip, bei dem CAN-Nachrichten von einem Teilnetzwerk empfangen und dann im anderen Teilnetzwerk gesendet werden. Hierbei können auch Umsetz- und Filterregeln zum Einsatz kommen, wodurch z. B. eine Protokollanpassung zwischen den Teilnetzwerken durchgeführt werden kann. Eine Bridge kann somit auch einfache Gatewayfunktionen bereitstellen.
Im Vergleich zum CAN-Repeater ermöglicht die CANbridge die Vergrößerung der maximalen Netzwerkausdehnung, da die Teilsysteme in Bezug auf die Busarbitrierung vollkommen autark arbeiten. Durch Bridges verbundene CAN-Teilnetzwerke sind in Ihrem Echtzeitverhalten voneinander unabhängig und als eigenständige Netzwerke zu betrachten.
CAN-Bridges eignen sich zum Aufbau von hierarchischen Netzwerken indem über die Bridges nur die Informationen in das angeschlossene Teilnetzwerk übertragen werden, die dort von Interesse sind. Die Bridgefunktion kann hierbei auch mit Hilfe anderer Übertragungssysteme ausgeführt sein, so ist z. B. die CAN-Ethernet-CAN-Bridge über zwei CAN-Ethernet-Gateways realisiert, welche die Verbindung weit entfernter CAN-Netzwerke ermöglichen.
In Erweiterung zu CAN-Bridges ermöglichen CAN-Gateways den Zugang zu CAN-Netzwerken über andere Kommunikationssysteme. Die Protokolle der angeschlossenen Bussysteme werden hierbei im jeweils anderen Kommunikationsmodell abgebildet.
So können z. B. Geräte, die lediglich über eine serielle Schnittstelle verfügen, über CAN/CANopen-RS232-Gateways an CAN- bzw. CANopen-Netzwerke angeschlossen werden. Gateways können auch Remote-Zugänge zu CAN-Netzwerken bereitstellen, so ermöglicht z. B. das CAN-TCP/IP-Gateway einen weltweiten Zugriff auf das CAN-Netzwerk z. B. für Diagnose und Servicezwecke.
Kopplung von CAN-Netzwerken mit der CANbridge
