Das leistungsstarke CAN-Werkzeug für Entwicklung,
Test und Service
Der canAnalyser ist ein leistungsfähiges und vielseitig einsetzbares Werkzeug für Entwicklung, Test und Wartung von Controller-Area-Network basierenden Systemen. Vor allem im Bereich der industriellen Automatisierung hat der canAnalyser bereits eine hohe Verbreitung gefunden und wird in zunehmendem Maße auch im Umfeld der Automobil- und Zulieferindustrie eingesetzt.

Das Softwarepaket basiert auf einem modularen Konzept und hat dadurch den besonderen Vorteil großer Offenheit und Erweiterbarkeit. Auf einfache Weise lassen sich mittels einer offenen .NET-Programmierschnittstelle kundenspezifische Funktionen in Form individueller Module integrieren. Durch Nutzung der leistungsfähigen CAN-Interfaces von IXXAT ist der canAnalyser in der Lage, CAN-Nachrichten auch bei sehr hohen Buslasten und Baudraten sicher zu empfangen und zeitgerecht zu verarbeiten.
In der Standardausstattung verfügt der canAnalyser bereits über Funktionen, die viele Einsatzmöglichkeiten abdecken:
- Online-Beobachtung des Busverkehrs
- Senden von einmaligen oder zyklischen Nachrichten und ganzen Nachrichtenfolgen
- Parallele Beobachtung mehrerer CAN Busse
- Aufzeichnung von CAN-Nachrichten mit vielseitig einstellbaren Triggerbedingungen
- Statistische Auswertung des Nachrichtenverkehrs
- Erfassung und Darstellung der Busbelastung
- Grafische Darstellung von Nachrichteninhalten über der Zeitachse
- Erstellung von kommandogesteuerten Nachrichtensequenzen
Integraler Bestandteil des canAnalyser ist die Verarbeitung von Nachrichten-Datenbasen. Damit kann jedem CAN-Identifier ein Nachrichtenname zugeordnet werden und es können die im Datenfeld übertragenen Signale interpretiert und als physikalische Größe auf verschiedenste Weise angezeigt werden. Der canAnalyser verarbeitet dabei auch das weit verbreitete CANdB-Format. In allen Modulen wird zusätzlich zum CAN-Identifier der betreffende Nachrichtenname aus der Datenbasis angezeigt.
Über zusätzlich angebotene Module werden erweiterte Funktionen zur Verfügung gestellt, wie z. B. die protokollspezifisch aufbereitete Darstellung von Nachrichten in CANopen-, DeviceNet- oder J1939-basierenden Systemen.
Highlights
- Mehrsprachige 32-Bit Software für Windows2000/XP/Vista
- Unterstützung aller von IXXAT angebotenen CAN-Interfaces
- Unterstützung von 11- und 29-Bit-Identifier (CAN 2.0A/2.0B)
- Zeitstempel für Empfangsobjekte mit einer Auflösung von bis zu 1 µsec (Hardwareabhängig)
- Passiv-Mode (kein Senden von Ack-Bit und Errorframes, dadurch keine Beeinflussung des CAN-Systems durch den canAnalyser)
- Erkennung und Anzeige von Errorframes
- Integrierte Unterstützung von Projektdatenbasen
- Online-Trace auf Festplatte mit vielfältigen Triggerbedingungen
- Unterstützung aller auf der Interfacekarte vorhandenen CAN-Controller (Mehrkreisbetrieb)
- Anzeige des CAN-Controllerstatus und der Buslast
- Module mehrfach instanzierbar
- Dokumentierte .NET-Programmierschnittstelle zur Erweiterung durch anwenderspezifische Module
- Ausführung von Scripten
Funktionsbeschreibung
Konfiguration
Zentrales Element zur Konfiguration ist das Control-Panel des canAnalyser. Unterstützt von einem Wizard wird das gewünschte CAN-Interface ausgewählt und die CAN-Controller auf der Karte konfiguriert. Ferner wird definiert, welche Funktionsmodule dem CAN-Controller zugeordnet sind. Die Darstellung der Konfiguration erfolgt dabei übersichtlich in Form eines Baumes und die Modulzuweisung intuitiv mittels Drag-and-Drop. Jedem CAN-Bus kann eine Datenbasis zugeordnet werden.
Programmierbarkeit
Durch die offene .NET-Programmierschnittstelle hat der Anwender die Möglichkeit den canAnalyser um eigene Module oder Benutzerschnittstellen zu erweitern. Mit gängigen Windows Entwicklungssystemen (z. B. Visual Studio.NET) können neue, eigenständige Module entwickelt und dem canAnalyser hinzugefügt werden. So können z. B. Bedienoberflächen für eigene Systeme bzw. für bestimmte Geräte oder Werkzeuge mit systemspezifischen Analysefunktionen erstellt werden.
Scripting-Host
Mit dem Scripting-Host wird eine leistungsfähige Schnittstelle zur Verfügung gestellt, welche die Vorteile von grafischen Windowsprogrammen mit der Flexibilität von Scripten vereint. Der canAnalyser kann mittels Scripting-Host schnell und einfach an spezifische Mess- und Analyseaufgaben angepasst werden. So können z. B. Geräte und Protokolle nachgebildet werden oder existierende Geräte im simulierten Restbus getestet und in Betrieb genommen werden. Durch die Nutzung beliebiger Windows Oberflächenkomponenten können spezifische Testumgebungen einfach erstellt werden. Der Scripting-Host unterstützt die Standard-Script-Sprachen C# und Visual Basic .NET. Die Einbindung von DLLs ermöglicht hierbei auch die Integration weiterer Module.

Empfangen und Anzeigen von CAN-Nachrichten (Empfangs-Modul)
Die auf einem CAN-Bus übertragenen CAN-Nachrichten können in unterschiedlicher Form online angezeigt werden. Hierbei werden entweder alle oder nur bestimmte, über einen einstellbaren Filter ausgewählte Nachrichten, dargestellt.
Für die Anzeige der Nachrichten gibt es zwei Darstellungsarten. Im fortlaufenden Betrieb (Scroll Mode) werden die Nachrichten nacheinander in einer Liste zusammen mit dem Empfangszeitpunkt angezeigt. Diese Darstellungsart eignet sich besonders zur Beobachtung von Nachrichtenfolgen. Im überschreibenden Betrieb (Overwrite Mode) werden dagegen die empfangenen Nachrichten nach Identifier sortiert aufgelistet und permanent mit den aktuell eintreffenden Daten überschrieben. Dabei wird das jeweils geänderte Byte farblich markiert. Jeder Nachricht ist ein Zähler zugeordnet, der die Häufigkeit ihrer Übertragung anzeigt. Mit der zusätzlichen Zykluszeitüberwachung kann die Regelmäßigkeit des Empfangs überprüft werden.
Zur weitergehenden Beobachtung bestimmter Nachrichtengruppen kann das Empfangs-Modul mehrfach gestartet werden, wobei jede Instanz einen Ausschnitt des CAN-Datenstroms anzeigen kann.

Senden von CAN-Nachrichten (Sende-Modul)
Zu sendende Nachrichten können vom Anwender in einer Nachrichtentabelle zusammengestellt werden. Einzelne Einträge aus dieser Tabelle können dann einmalig oder zyklisch gesendet werden.
Die Tabelle beinhaltet die Definition der Nachricht (Identifier, Datenbytes, RTR-Bit) sowie eine Beschreibung der Nachricht. Die Dateneingabe erfolgt wahlweise dezimal oder hexadezimal. Für zyklisch zu sendende Nachrichten können Zykluszeiten von 250 us (hardwareabhängig) bis 100 s angegeben werden. Im zyklischen Sendebetrieb können Identifier oder Dateninhalte mit jedem Sendevorgang automatisch inkrementiert werden.

Aufzeichnung von CAN-Nachrichten (Trace-Modul)
Mit dem busübergreifenden Trace-Modul werden alle empfangenen Nachrichten und Errorframes direkt auf die Festplatte aufgezeichnet. Über die Trace-Steuerung kann die Aufzeichnung gestartet und angehalten werden. Ferner können Triggerbedingungen für das Starten/Stoppen der Aufzeichung und Filter für die pro Bus aufzuzeichnenden CAN-Nachrichten definiert werden. Eine Aufzeichnung kann jederzeit offline betrachtet und zur Analyse durch spezifisch konfigurierte Analysemodule bzw. online mit Hilfe des Sequenzer-Moduls (Nachrichtenzahl begrenzt) erneut in ein System eingespielt werden.
Abspielen von Trace-Dateien (Replay-Modul)
Mit dem Replay-Modul können Trace-Dateien im Online-Modus in das CAN-Netzwerk gesendet und per Selfreception wieder empfangen werden oder im Offline-Modus an die angeschlossenen Module verteilt werden.
Senden von Nachrichtenfolgen (Sequenzer-Modul)
Während der Entwicklung von CAN-Geräten können durch das Senden von Nachrichtenfolgen Funktionen, Protokolle sowie komplette Systemsituationen getestet werden. Ebenso können nicht vorhandene Geräte simuliert werden.
Die Nachrichtenfolgen werden mit wenigen einfachen Befehlen (wie z. B. Nachricht senden, auf Nachricht warten, Pause mit vorgegebener Dauer, Wiederholung, Benutzereingabe) über einen integrierten Editor erstellt und auf Knopfdruck ausgeführt.

Grafische Anzeige von Daten (Grafik-Modul)
Dateninhalte von CAN-Nachrichten werden im Grafik-Modul in einem Grafikfenster über der Zeitachse dargestellt. Die Informationen zur Anzeige eines Nachrichteninhalts wie Name, Umrechnungsvorschrift, Einheit sowie die Position innerhalb der CAN-Nachricht werden dabei automatisch der dem CAN-Bus zugeordneten Datenbasis entnommen. Die Anzeige der Daten erfolgt in Echtzeit, wobei pro Grafikfenster maximal 16 Signale auf bis zu 4 Zeitachsen verteilt werden. Zusätzlich erfolgt die Anzeige des aktuellen Wertes eines Signals numerisch. Mit Hilfe von Messbalken können spezifische Werte ermittelt und Auswertungen vorgenommen werden.

Statistische Analyse von Netzwerkkenngrößen (Statistik-Modul)
Mit dem Statistik-Modul werden wichtige Kenngrößen eines CAN-Netzwerks statistisch erfasst und grafisch aufbereitet dargestellt. Das Modul ermittelt die aktuelle Busbelastung des Systems und zeigt diese über der Zeit an. Neben allgemeinen Daten, wie der Anzahl der Errorframes oder der Gesamtanzahl der übertragenen CAN-Nachrichten, wird außerdem die Häufigkeit der einzelnen CAN-Nachrichten als Histogramm angezeigt.

Symbolische Interpretation und Darstellung von übertragenen Prozessgrößen (Signal-Modul)
Mit diesem Modul wird über die Darstellung des Empfangs-Moduls hinaus nicht nur der Identifier einer CAN-Nachricht mit einem symbolischen Namen angezeigt, sondern der komplette Inhalt der Nachricht anhand der in der Datenbasis hinterlegten Interpretationsregeln extrahiert und aufbereitet.
Die in einer CAN-Nachricht enthaltenen Signale können mit dem Signal-Modul wahlweise im fortlaufenden Betrieb (Scroll-Mode) oder im überschreibenden Betrieb (Overwrite-Modus) angezeigt werden. Nachrichten und Signale können einzeln aktiviert und deaktiviert, d. h. von der Interpretation ausgeschlossen werden.

Editor für die Projektdatenbasen
Grundlage für die Interpretation und symbolische Darstellung der in der CAN-Nachricht übertragenen Daten ist die Nachrichten-Datenbasis. In ihr wird einer CAN-Nachricht zunächst anhand ihres Identifiers ein Name zugeordnet. Innerhalb der Nachricht können bis zu 64 Einzeldaten (Signale) enthalten sein. Als Dateiformat wird XML verwendet, außerdem existiert ein Importfilter für das CANdb-Format.
Jedes Signal kann als analoger, als digitaler oder als String-Wert interpretiert werden.
Die Struktur der Projektdatenbasis wird in einem zweigeteilten Fenster als hierarchischer Baum mit signaltypabhängigen Icons dargestellt. Für jeden Bereich existieren eigene, übersichtliche Eingabemasken.

Anforderungen an die Hardware
- PC mit Windows 2000/XP/Vista
- IXXAT CAN-Interfacekarte und CAN-Treiber VCI
Lieferumfang
- Softwarepaket als Einzelplatzlizenz, bestehend aus Control-Panel, Empfangs-Modul,
Sende-Modul, Trace-Modul, Replay-Modul, Sequenzer-Modul,
Grafik-Modul, Statistik-Modul, Signal-Modul
- Datenbasis-Editor
- Beispielprogramme zur Nutzung der Programmierschnittstelle
- Benutzerhandbuch
- USB-Lizenzschlüssel
Zusatzanwendungen
LIN Analyse: Mit dem LIN2CAN-Gerät ist es möglich LIN-Nachrichten mit dem canAnalyser zu beobachten und zu senden. Das LIN2CAN wird hierbei als Gateway konfiguriert und setzt die LIN-Nachrichten in CAN-Nachrichten um und umgekehrt.
Bestellnummer
| 1.02.0133.00000 | canAnalyser |
canAnalyser-Bundles
Bestellnummer
| 1.03.0133.00001 | canAnalyser, CANopen Modul, USB-to-CAN II Industrial galv. entkoppelt |
| 1.03.0133.00002 | canAnalyser, DeviceNet Modul, USB-to-CAN II Industrial galv. entkoppelt |
| 1.03.0133.00003 | canAnalyser, SAE J1939 Modul, USB-to-CAN II Industrial galv. entkoppelt |
